Quedlinburg Geheimtipps

Die Altstadt Quedlinburg ist eine der schönsten historischen Städte in Deutschland und ein extrem sehenswertes UNESCO Weltkulturerbe: Du kannst 2.100 Fachwerkhäuser bewundern – und in einigen sogar wohnen! Ich war hier und habe Jan Ziesing kennengelernt. Der gebürtige Quedlingburger ist nach der Wende in seiner Heimat geblieben und hat einige historische Häuser als Harz Domizile renoviert. Es sind richtig hübsche Ferienwohnungen und Ferienhäuser direkt in der historischen Altstadt.

➔ So schauen sie aus: Alle Details & Bilder auf der offiziellen Webseite der Harz Domizile.

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10 Quedlinburg Geheimtipps

Quedlinburg Geheimtipps, die nicht einmal alle Einheimischen kennen? Ich habe ein paar Tipps für dich, die über den üblichen Besuch von Marktplatz, Rathaus und Schlossberg hinausgehen. Bei einem Stadtrundgang durch die Welterbestadt lohnt es sich, auch einmal in eine ruhigere Gasse abzubiegen, einen anderen Weg um den Schlossberg zu nehmen oder einen Abstecher in die Neustadt zu machen.

Ich empfehle dir besonders die Orte, an denen du noch etwas anderes entdeckst als die bekannten Fachwerkfassaden: eine außergewöhnliche Krypta, historische Gruften, einen versteckten Aussichtsturm oder eine Kirche mit einer spannenden Geschichte. Einige dieser Quedlinburg Geheimtipps liegen nur wenige Gehminuten von den Hauptsehenswürdigkeiten entfernt. Andere lohnen sich, wenn du einen halben Tag mehr Zeit mitbringst. Hier kommen meine 10 Quedlinburg Geheimtipps – mit konkreten Hinweisen, damit du weißt, wo sich der Abstecher lohnt und wie du ihn in deinen Besuch einbauen kannst.

1. St. Wiperti: Eine über 1.000 Jahre alte Krypta entdecken

Quedlinburg Geheimtipps - die Krypta von St. Wiperti
Quedlinburg Geheimtipps – die Krypta von St. Wiperti

Wenn du nur den Schlossberg besuchst, verpasst du einen wichtigen Ort der frühen Quedlinburger Geschichte. Südwestlich des Schlossbergs liegt die St. Wipertikirche, deren Geschichte mit den ottonischen Herrschern verbunden ist. Heinrich I. und sein Sohn Otto I. hielten sich während ihrer Herrschaft häufig in Quedlinburg auf. Der Bereich rund um St. Wiperti gehörte damals zum Königshof.

Besonders sehenswert ist die romanische Krypta, die um 1020 in den Kirchenbau eingefügt wurde. Sie gehört zu den ältesten erhaltenen Zeugnissen christlicher Baukunst in der Region. Während sich viele Besucher auf die Stiftskirche St. Servatii konzentrieren, bekommst du hier einen anderen Einblick in die Geschichte der Stadt.

Die Kirche ist offiziell vom 1. Mai bis 31. Oktober geöffnet: montags bis samstags von 10 bis 12 Uhr sowie täglich von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Mehr über den historischen Bereich erfährst du auf der offiziellen Seite zu St. Wiperti.

Mein Tipp für deinen Besuch: Verbinde St. Wiperti mit einem Spaziergang durch den Abteigarten und den Brühl. Du kannst die Orte gut zu Fuß erreichen und daraus eine schöne Ergänzung zum klassischen Altstadtrundgang machen.

2. Der Wipertifriedhof: Historische Gruften am Rand der Altstadt

Quedlinburg Geheimtipps - der Wipertifriedhof
Quedlinburg Geheimtipps – der Wipertifriedhof

Wenn du ohnehin bei St. Wiperti bist, solltest du dir auch den angrenzenden Wipertifriedhof ansehen. Vor allem der höher gelegene Teil mit seinen historischen Grabstätten und in den Fels geschlagenen Gruften ist ein ungewöhnlicher Ort, den du bei einem normalen Rundgang durch Quedlinburg nicht entdeckst.

Er hat nicht die Größe wie der Zentralfriedhof Wien. Es ist ein stiller Platz, der sich einfach zu besichtigen lohnt. Schau dir mal diese alten Gruften und Grabmäler an. Ich fand sie wirklich sehenswert. Und wenn du ganz hinauf gehst, siehst du hinter dem Friedhof auch den markanten Turm der Villa Baentsch.

So würde ich den Abstecher planen: Geh zuerst zur Kirche St. Wiperti und nimm dir danach Zeit für den Friedhof. Du musst dafür keinen eigenen Ausflug organisieren. Zusammen mit dem Abteigarten ergibt sich eine abwechslungsreiche Runde südwestlich des Schlossbergs.

3. Die Südseite des Schlossbergs und das Halbe Haus

Der Schlossberg gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg. Viele Besucher gehen vom Finkenherd hinauf zur Stiftskirche und erkunden anschließend den Schlossgarten. Ich empfehle dir, zusätzlich die Südseite des Schlossbergs entlang der Wassertorstraße anzuschauen.

Hier findest du nochmal ganz andere Perspektiven auf die Stiftskirche und ein besonders auffälliges Fachwerkgebäude: das Halbe Haus. Sein Name passt zu seiner ungewöhnlichen Erscheinung. Gerade in der Umgebung lohnt es sich, auf die schmalen Durchgänge, die historischen Fassaden und die unterschiedlichen Höhen der Gassen zu achten.

Der Vorteil dieses Geheimtipps: Du musst keine zusätzlichen Rundgang unternehmen. Du kannst den Abstecher direkt in deinen Besuch des Schlossbergs einbauen und bekommst dabei eine andere Perspektive auf das historische Ensemble. Hier findest du weitere Informationen auf meiner Seite zum Schlossberg in Quedlinburg.

4. Die Schenkgasse: Eine stille Ecke nahe dem Schlossberg

Nur ein kleines Stück östlich des Schlossbergs liegt die Schenkgasse. Sie ist eine gute Adresse, wenn du bei deinem Spaziergang auch die ruhigeren Seiten der Quedlinburger Altstadt entdecken möchtest. Die schmale, von Mauern eingefasste Gasse mit ihrem Kopfsteinpflaster bildet einen Kontrast zu den stärker besuchten Straßen rund um den Marktplatz. Wenn du gern fotografierst, ist die Gasse vor allem wegen ihrer schlichten, historischen Atmosphäre interessant. Bitte beachte dabei, dass die Häuser privat genutzt werden und nicht jede Tür oder jeder Hof öffentlich zugänglich ist.

Mein Tipp: Verbinde die Schenkgasse mit der Südseite des Schlossbergs und dem Halben Haus. So musst du nicht quer durch die Stadt laufen, sondern entdeckst mehrere besondere Ecken auf einer kleinen Runde.

5. Der Sternkiekerturm: Ein anderer Blick auf Quedlinburg

Quedlinburg Geheimtipps - der Sternkiekerturm
Quedlinburg Geheimtipps – der Sternkiekerturm

Du möchtest die Fachwerkstadt einmal von oben sehen? Dann solltest du den Sternkiekerturm besuchen. Der rund 42 Meter hohe Turm ist ein ungewöhnlicher Aussichtspunkt abseits der klassischen Perspektiven vom Schlossberg. Der Zugang befindet sich auf dem Gelände des Schlosshotels Zum Markgrafen. Vom Marktplatz aus erreichst du die Umgebung über die Gasse Weingarten. Du wirfst einen Euro in die Kasse am Drehkreuz und kannst dann über Treppen nach oben. Bei guter Sicht kannst du die Dächer der Altstadt und den Schlossberg aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.

6. Die Nikolaikirche: Quedlinburgs Neustadt kennenlernen

Die Nikolaikirch mit ihren riesigen Türmen solltest du dir anschauen
Die Nikolaikirch mit ihren riesigen Türmen solltest du dir anschauen

Ich empfehle dir auch einen Abstecher in die Neustadt zur Nikolaikirche. Sie ist nicht nur wegen ihrer beiden 72 Meter hohen Türme interessant, sondern vor allem wegen einer ungewöhnlichen Geschichte, die ihr den Beinamen Schäferkirche eingebracht hat. Der Überlieferung nach soll ein Schäfer einen Schatz gefunden und damit den Bau der Kirche unterstützt haben. Noch heute erinnert eine barocke Darstellung eines Schäfers mit seinem Hund an einem der Türme an diese Sage. Halte also beim Blick auf die Fassade einmal gezielt danach Ausschau!

Auch im Inneren gibt es einiges zu entdecken: Der barocke Hochaltar stammt aus dem Jahr 1712, und die Kirche bewahrt eine besondere historische Glocke aus dem Jahr 1333. Sie gilt als die älteste Glocke Quedlinburgs. Dazu kommen mittelalterliche Ausstattungsstücke, die einen spannenden Kontrast zur barocken Einrichtung bilden. Die Kirche ist offiziell mittwochs bis samstags geöffnet, montags und dienstags geschlossen. Prüfe die Öffnungszeiten auf der offiziellen Seite zur Nikolaikirche Quedlinburg.

Mein Tipp: Verbinde die Nikolaikirche mit einem Spaziergang durch die Neustadt und einem Abstecher zum Mathildenbrunnen. So entdeckst du einen historischen Stadtteil, der beim ersten Besuch oft hinter den bekannteren Sehenswürdigkeiten zurücksteht.

7. Der Abteigarten: Eine andere Perspektive auf den Schlossberg

Wenn du nach den engen Gassen eine grüne Pause möchtest, empfehle ich dir den Abteigarten am Fuß des Schlossbergs. Die historische Gartenanlage verbindet den Bereich rund um den Schlossberg mit dem Brühlpark. Der Garten wurde im 18. Jahrhundert im barocken Stil angelegt. Ein Wasserbecken bildet den Mittelpunkt der Anlage. Von hier aus kannst du den Schlossberg aus einer anderen Perspektive betrachten, ohne dich mitten im Trubel der Altstadt zu befinden.

Mein Tipp: Schau dir den Abteigarten nicht nur von einem Eingang aus an, sondern gehe ein Stück durch die Anlage. So bekommst du einen besseren Eindruck von der Verbindung zwischen Garten, Brühl und Schlossberg.

8. Der Brühl: Ein Spaziergang im Grünen direkt bei der Altstadt

Der Brühl liegt südlich des Abteigartens und ist eine gute Möglichkeit, deinen Besuch um einen Spaziergang im Grünen zu ergänzen. Seine heutige, auffällig regelmäßige Form erhielt der Park ab 1685 unter Äbtissin Anna Dorothea. Sie ließ vier Hauptalleen anlegen und mit Linden bepflanzen. 1757 kamen unter Äbtissin Anna Amalia zwei diagonale Wege hinzu. Bis heute kannst du diese historische Wegeführung beim Spaziergang erkennen. Erst 1817 ging der Brühl durch eine Schenkung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. in städtischen Besitz über.

Mein Routentipp: Starte am Schlossberg, geh zum Abteigarten und anschließend weiter in den Brühl. Wenn du möchtest, kannst du den Spaziergang mit St. Wiperti und dem Wipertifriedhof verbinden. So entsteht eine abwechslungsreiche Runde aus Geschichte, Architektur und Natur.

9. Die historischen Türme der Stadtbefestigung

Quedlinburg war über Jahrhunderte eine befestigte Stadt. Neben den bekannten Fachwerkhäusern und Kirchen sind auch die Überreste der früheren Stadtbefestigung interessant. Zu ihr gehörten Stadtmauern, Tore, Wehrgänge und zahlreiche Türme. Viele Tore sind längst verschwunden, doch einige historische Türme sind bis heute erhalten. Zwei interessante Beispiele findest du im westlichen Bereich der Altstadt: den Pulverturm und den Kruschitzkyturm. Der Pulverturm ist ein mittelalterlicher, dreigeschossiger Sandsteinbau mit einem achteckigen Turmhelm. Seinen Namen verdankt er der Überlieferung, dass hier Pulver zur Verteidigung der Stadt ausgegeben wurde. Der Kruschitzkyturm entstand vermutlich im 14. Jahrhundert. Er war ursprünglich zur Stadtseite hin offen – eine Bauweise, die bei solchen Wehrturmkonstruktionen vorkam.

Mein Tipp: Schau dir die Türme nicht nur als einzelne alte Bauwerke an, sondern stell dir vor, wie sie früher zusammen mit der Stadtmauer die Stadt schützten. Gerade beim Spaziergang entlang der Wallstraße und durch die angrenzenden Straßen kannst du nach weiteren Spuren der alten Befestigung Ausschau halten. Wenn du dich für mittelalterliche Stadtgeschichte interessierst, bekommst du hier einen ganz anderen Blick auf Quedlinburg – jenseits der bekannten Fachwerkgassen.

10. Die Pölkenstraße: Fachwerkdetails und der Blick auf die Nikolaikirche

Pölkenstraße - eine der Quedlinburg Geheimtipps
Pölkenstraße – eine der Quedlinburg Geheimtipps

Die Pölkenstraße ist keine unbekannte Straße – aber sie gehört zu den Orten, an denen du mit etwas Aufmerksamkeit viel entdecken kannst. Statt einfach hindurchzugehen, lohnt sich ein genauer Blick auf die historischen Fassaden. Besonders interessant finde ich das Fachwerkhaus Pölkenstraße 9, ein barocker Ackerbürgerhof aus der Zeit um 1680. Wenn der Einblick in den Hof möglich ist, kannst du dort typische Wirtschaftsgebäude und Details der historischen Bauweise entdecken. Auch das Fachwerkhaus Pölkenstraße 22 aus dem Jahr 1637 ist ein bemerkenswertes Beispiel für den frühbarocken Fachwerkbau. Außerdem öffnet sich entlang der Straße immer wieder der Blick auf die Türme der Nikolaikirche. So kannst du die Fachwerkarchitektur mit einem Ausflug in die Neustadt verbinden.

Mein Tipp: Geh die Straße nicht nur in eine Richtung entlang. Achte auf die unterschiedlichen Baustile, die geschnitzten Balkenköpfe und die Türen der historischen Häuser. Mehr zu den einzelnen Gebäuden und Besonderheiten findest du auf meiner Seite zur Pölkenstraße in Quedlinburg.

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