Pölle Quedlinburg

Die Altstadt Quedlinburg ist eine der schönsten historischen Städte in Deutschland und ein extrem sehenswertes UNESCO Weltkulturerbe: Du kannst 2.100 Fachwerkhäuser bewundern – und in einigen sogar wohnen! Ich war hier und habe Jan Ziesing kennengelernt. Der gebürtige Quedlingburger ist nach der Wende in seiner Heimat geblieben und hat einige historische Häuser als Harz Domizile renoviert. Es sind richtig hübsche Ferienwohnungen und Ferienhäuser direkt in der historischen Altstadt.

➔ So schauen sie aus: Alle Details & Bilder auf der offiziellen Webseite der Harz Domizile.

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Quedlinburg Pölle: Prachtvolle Fachwerkhäuser

Wenn in der Altstadt Quedlinburg von der Hölle weitergehst, kommst du direkt in die Pölle. Diese historische Straße gehört zum berühmten Ensemble rund um das Rathaus und beeindruckt durch eine außergewöhnliche Dichte an geschützten Baudenkmälern und vielschichtigen Fachwerkhäusern.

Pölle Quedlinburg - eine der schönen Gassen in der Altstadt
Pölle Quedlinburg – eine der schönen Gassen in der Altstadt

Warum heißt es Pölle?

Der eigentümliche Name „Pölle“ leitet sich vom niederdeutschen Begriff für sumpfige, feuchte Gebiete ab, die sich hier vor der Besiedlung im Niederungsgebiet befanden. Was einst einfaches Gelände war, wurde entwässert und bebaut. Es entwickelte sich im Mittelalter und der Frühen Neuzeit zu einer begehrten Adresse für Kaufmannsfamilien, Handwerker und Bürger.

Charakteristische Häuser & Einzeldenkmäler in der Pölle

In der Pölle reiht sich wirklich ein Fachwerkdenkmal an das nächste. Ein echter Blickfang ist die Pölle 5 aus den Jahren 1663/1665: Wenn du dir die Fassade genauer ansiehst, entdeckst du kunstvoll geschnitzte Holzbalken und farbenfrohe Steinmuster zwischen den Fächern. Kein Wunder, dass dieses wunderschöne Haus heute die Heimat der Quedlinburger Jugendbauhütte ist.

Nur ein paar Schritte weiter, bei Bauten wie der Pölle 9, spürst du sofort den Geist der alten Handelszeit. Wenn du durch die mächtigen, breiten Toreinfahrten schaust, lässt sich leicht erahnen, wie hier früher voll beladene Kutschen hineinrollten und der Hof gleichzeitig als Arbeitsplatz und Zufluchtsort diente.

Einen ganz eigenen Charme bringt das Haus Pölle 29 an der Ecke zur Bockstraße mit. Auf den ersten Blick wirkt es gar nicht wie ein typisches Fachwerkhaus, da seine Fassade im 19. Jahrhundert glatt verputzt wurde. Doch dahinter verbirgt sich ein über 360 Jahre alter Fachwerkkern – eine wunderschöne Kombination aus altem Barock und elegantem Klassizismus.

Zum Schluss lohnt sich noch ein Halt bei der Pölle 46. Dieses Haus ist ein richtiges Urgestein: Es wurde bereits um 1525 erbaut. An den uralten, reich verzierten Holzstützen lässt sich wunderbar erkennen, wie die Zimmermänner schon am Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit ihr Handwerk verstanden haben.

Mein Tipp vor Ort:

Richte deinen Blick in der Pölle bewusst auf die Toreinfahrten und Innenhöfe! Viele dieser Höfe sind kleine grüne Oasen und zeigen das geschützte Privatleben der Quedlinburger Bürger hinter den historischen Fachwerkfronten.

Praktische Hinweise für deinen Rundgang

  • Rundweg: Verbinde den Quedlinburger Marktplatz, Hoken, Hölle und Pölle zu einem kleinen Rundgang – das ist eine beliebte kurze Rundtour, um die Quedlinburger Altstadt zu erleben.
  • Fotografie: Wegen der etwas breiteren Straßenführung hast du hier hervorragende Lichtverhältnisse, um charakteristische Hausdetails und lange Häuserzeilen ohne Verzerrung einzufangen.
  • Reisetipp: Wenn dir diese historische Gasse gefällt, solltest du auch einmal nach Rothenburg ob der Tauber und dort das Plönlein anschauen.
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