Hölle Quedlinburg

Die Altstadt Quedlinburg ist eine der schönsten historischen Städte in Deutschland und ein extrem sehenswertes UNESCO Weltkulturerbe: Du kannst 2.100 Fachwerkhäuser bewundern – und in einigen sogar wohnen! Ich war hier und habe Jan Ziesing kennengelernt. Der gebürtige Quedlingburger ist nach der Wende in seiner Heimat geblieben und hat einige historische Häuser als Harz Domizile renoviert. Es sind richtig hübsche Ferienwohnungen und Ferienhäuser direkt in der historischen Altstadt.

➔ So schauen sie aus: Alle Details & Bilder auf der offiziellen Webseite der Harz Domizile.

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Quedlinburg Hölle: Legendäre Gasse & Himmlische Fachwerkkunst

Wenn du die schönsten Gassen in der Altstadt Quedlinburg entdecken möchtest, solltest du dir auch die „Hölle“ anschauen. Du findest hier eine der idyllischsten und historisch faszinierendsten Gassen der gesamten UNESCO-Weltkulturerbestadt.

Warum heißt diese Gasse eigentlich „Hölle“?

Der Name „Hölle“ klingt im ersten Moment spektakulär, hat aber einen ganz pragmatischen, sprachgeschichtlichen Hintergrund. Er leitet sich vermutlich vom mittelniederdeutschen Wort „helle“ ab, was so viel wie „Winkel“, „abgelegener Ort“ oder „engere Schlucht“ bedeutet. Auch die Theorie, dass es sich auf einen besonders heißen, feurigen Standort von Schmieden oder Bäckereien bezog, hält sich wacker. Was auch immer der genaue Ursprung ist: Der Kontrast zwischen dem schaurigen Namen und der malerischen Kulisse vor Ort bringt jeden Besucher zum Schmunzeln.

Fachwerkschätze auf engstem Raum

Sehr sehenswert ist das Eckhaus, das an Stieg und der Hölle liegt. Unter dem Namen „Alter Klopstock“ prägt dieser große historische Kaufmannshof das Straßenbild. Das stattliche Gebäude wurde laut Bauinschrift im Jahr 1580 erbaut. Du siehst den niedersächsischen Fachwerkkunststil der Renaissance. Zu bewundern sind typische Renaissance-Motive wie Fächerrosetten, geschnitzte Schiffskehlen, Taustäbe und reich verzierte Fußwinkelhölzer an den Schwellen.

Besonders bekannt ist die Hölle für das Gebäude Hölle 11. Von außen zeigt sich Hölle 11 zur Straßenseite hin mit aus Sandstein gemauerten Wänden. Es ist aber ein Fachwerkhaus! Bauforschungen und dendrochronologische Untersuchungen (Untersuchung der Baumringe der verbauten Holzbalken) zeigten: Die Holzkonstruktion im Inneren stammt bereits aus den Jahren 1215 bis 1230. Damit ist der Höllenhof der älteste nachweisbare Profanbau der Stadt und eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands. Im Inneren hat sich eine historische „schwarze Küche“ mit großer Kochstelle aus dem 17. Jahrhundert sowie der alte Dachstuhl aus der Zeit um 1300 erhalten.

Praktische Tipps für deinen Besuch in der Hölle

  • Lage & Kombination: Die Hölle liegt im Herzen der Altstadt. Verbinde deinen Spaziergang am besten direkt mit dem Hoken und der Straße „Pölle“
  • Kultur-Tipp: Halte Ausschau nach den kleinen Schildern an den Fassaden – sie verraten dir spannende Details zum Baujahr und den früheren Bewohnern der einzelnen Häuser.
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